Sunny - Teil II
Alles ist so fremd und neu. Ich versuche verzweifelt, ein Versteck zu finden. Ängstlich sehe ich mich um.
Der größere Zweibeiner – der mit der tiefen Stimme – nimmt mich auf seine starken Arme und legt mich vorsichtig auf etwas sehr weiches, kuscheliges. Schnell rolle ich mich zusammen und mache mich ganz klein! Ganz groß sind meine Augen, schauen suchend umher. Wo ist meine Mama?
Was für ein aufregender Tag!
Die beiden Menschen haben mich getragen und immer wieder ganz beruhigende Töne von sich gegeben. Ich hatte fürchterliche Angst. Immerzu habe ich nach Mama geschaut, aber sie war nirgends zu sehen! Wo ist sie nur? Warum bin ich allein? Und wo bringen sie mich hin?
Ich bin so müde, doch wage ich nicht, zu schlafen. Mama fehlt mir so und meine Geschwister. Noch nie war ich allein.
Meine Äuglein fallen mir zu und ich falle in einen unruhigen Schlaf. Mama ist bei mir und leckt mein Fell. Meine Geschwister und ich streiten sich um das Futter.
Als ich erwache liege ich noch immer an dieser ungewohnten Stelle und ich spüre, daß ich Hunger habe. Sicher kommt Mama bald. Lange warte ich, doch als ich begreife, daß sie mich nicht füttern kommt, stehe ich doch vorsichtig auf und schaue mich um.
Große Mauern sind um mich, nur ein Loch gibt es. Nur mal kurz da reinschaun. Ganz vorsichtig.
Ein großer Raum. Die beiden Menschen sind hier und sehen mich fragend an. Dann sagen sie etwas und immer wieder höre ich das Wort „Sunny“. Wenn ich nur wüßte, was es bedeutet!
Ihre aufmunternden Töne machen mir Mut und langsam setze ich eine Pfote vor die andere in das Unbekannte.






Kommentare